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Reformationsjubiläum

"Tut um Gottes Willen etwas Tapferes!" (H. Zwingli)

Schreibwettbewerb der reformierten Kirchgemeinden in der Region Seeland West zum Reformationsjahr 2017

Am 22. Juni hat in der Kirche Erlach in feierlichem Rahmen die Preisverleihung des Schreibwettbewerbs stattgefunden, den die reformierten Kirchgemeinden des westlichen Seelands als Beitrag zum Reformationsjahr 2017 durchgeführt haben. "Tut um Gottes Willen etwas Tapferes!" - dieses Zitat von Huldrych Zwingli hat 17 Menschen zum Verfassen und Einreichen eines kurzen Texts bewegt. Die Sammlung ist ausgesprochen reichhaltig ausgefallen. Als Sieger des Wettbewerbs wurde erkoren: Jürg Fankhauser aus Twann.

Bis Ende März 2017 sind beim Sekretariat des Wettbewerbs siebzehn Beiträge zusammengekommen - viele aus der Region, ein paar aus der Nordostschweiz, einer aus der Ostschweiz, einer aus Deutschland. Die vierköpfige Jury musste sorgfältig arbeiten, um aus der Vielfalt des Guten die drei Ausgezeichneten heraus zu filtern.

Im Rahmen der Feier, die von Jurypräsident Pfr. Prof. Dr. Matthias Neugebauer moderiert und mit einschlägigen historischem Wissen angereichert und von der Erlacher Geigerin Rebecca Aeschbach mit musikalischen Glanzlichtern versehen wurde, stellten sich die drei Sieger mit ihren Texten vor. Der dritte Preis wurde Erika Kocher aus Müntschemier zuerkannt, die mit einem feinsinnigen Gedicht die Schroffheit des Zwingliworts mit dem Entscheid zur Menschlichkeit sozusagen unterquerte. Eine - fiktive? reale? - Begegnung rund ums Grossmünster Zürich mit seinem Transparent "Farbe bekennen" schildert der Text von Therese Chen aus Biel.

Jürg Fankhauser, der mit einer brillanten historischen Kurzgeschichte Zwingli in Argumentationsnot brachte, gewann mit seinem Text den Hauptpreis des Wettbewerbs. Erzählt wird die Geschichte der Hinrichtung des Täufers Felix Manz in Zürich. Und als dieser im weiten Kreis der Schaulustigen den Zürcher Reformator erblickt, spricht er ihn an, rüttelt an ihm: "Du bist ein mutiger Mann, das ist wahr. Jetzt tu um Gottes Willen etwas Tapferes und gib uns die Freiheit, zu glauben, was wir für gut finden, so wie du glaubst, was du für gut findest." Das historische Diktum Zwinglis wechselt die Seite. Und es wundert nicht, dass die Geschichte bitter und klar mit dem Satz endet: "Aber Ulrich Zwingli, der sich selber Huldrych nannte, war gegangen."

Die vollständige Sammlung der Beiträge ist dank der vorbehaltlosen Zustimmung aller Mitwirkenden ab sofort auf der Homepage unserer Kirchgemeinde zu finden (s.u.). Und der zweite Teil der Auszeichnung für die Siegertexte steht erst noch bevor: Sie werden im kommenden Herbst im Gefäss der regionalen Kolumnen in der Regionalausgabe Seeland West der Monatszeitung "reformiert." zu lesen sein.
(Text: Pfr. M. v. Wijnkoop)

Die Textsammlung finden Sie hier:

Texte des Schreibwettbewerbes zum Reformationsjubiläum